Forschung

Die Aufklärung und Verständnis pathobiologischer Prozesse stellen wichtige Vorrausetzungen bei Entwicklung neuer Therapiestrategien als auch für frühzeitige Diagnose einer Krankheit dar. Aus diesem Grunde kommt der Proteomanalyse im Bereich der Aufklärung beteiligter Prozesse eine bedeutende Rolle zu. Proteine sind im Gegensatz zu DNA und RNA vielfältiger, überdecken einen größeren dynamischen Abundanzbereich und spiegeln die phänotypische Situation stärker wider. Vor diesem Hintergrund spielt das Studium der Proteine eine zentrale Rolle beim Verständnis biologischer Funktionszusammenhänge.

Im Bereich der klinischen Proteomik wird im Molecular Proteomics Laboratory die Proteomanalyse zur Identifizierung und Charakterisierung von Kandidatenproteinen direkt aus dem Gewebe (Tissue-Proteomics), welches durch Resektion oder Biopsie erhalten wurde, eingesetzt.

Neben diesem Bereich der angewandten Forschung liegt das Interesse des Molecular Proteomics Laboratory in der Anwendung der Proteomanalyse für systembiologische Fragestellung. In verschiedenen BMBF-geförderten Netzwerken, wie beispielsweise GerontoSys: Stromal Aging  oder SYSMET-BC, werden am MPL quantitative Proteomik-Methoden für die Kombination mit Transkriptom-, miRNA- und Metabolom-Daten unter anderem im Bereich Alterungsforschung bzw. Brustkrebsentstehung angewendet. Ferner beschäftigt sich das Molecular Proteomics Laboratory mit Fragestellungen im Bereich der Aufklärung posttranslationaler Modifikationen (Phosphorylierung, Acetylierung, Cysteinoxidation etc.) sowie Protein-Protein-Interaktionen.